Aktuelles
Bund
SPÖ in der Regierung
© BKA/Regina Aigner

Sporrer: „Frauen im Chefsessel machen Unternehmen erfolgreicher“

10.12.2025

Die Bundesregierung will den Frauenanteil in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen auf 40 Prozent erhöhen. Die im Ministerrat beschlossene Regelung, mit der die „Women on Boards“-Richtlinie der EU umgesetzt wird, tritt im Juni 2026 in Kraft. „Das Ziel ist eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen in der Unternehmensführung. Das fördert nicht nur die Gleichstellung, sondern macht Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreicher“, betont SPÖ-Justizministerin Anna Sporrer.

Die Bundesregierung will den Frauenanteil in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen auf 40 Prozent erhöhen. Die im Ministerrat beschlossene Regelung, mit der die „Women on Boards“-Richtlinie der EU umgesetzt wird, tritt im Juni 2026 in Kraft. „Das Ziel ist eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen in der Unternehmensführung. Das fördert nicht nur die Gleichstellung, sondern macht Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreicher“, betont SPÖ-Justizministerin Anna Sporrer.

Österreich setzt seit 2018 mit dem Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat ein starkes und wirksames Quotenmodell durch. Der Anteil an Frauen in den Aufsichtsräten börsennotierter österreichischer Gesellschaften beträgt derzeit rund 32 Prozent und soll durch die Umsetzung der „Women on Boards“-Richtlinie weiter gesteigert werden.  „Der öffentliche Dienst hat es vorgemacht, die Quote wirkt!“, sagt Justizministerin Anna Sporrer. Deshalb müsse jetzt auch in anderen Bereich aufgeschlossen werden. „Ein Blick in die Führungsetagen heimischer und europäischer Unternehmen zeigt, dass nach wie vor die Männer das Sagen haben. Ohne verbindliche Maßnahmen und Sanktionen kommen wir viel zu langsam voran. Deshalb sorgen wir jetzt für eine 40-Prozent-Quotenregelung in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen“, so Sporrer.

Sporrer: 40-Prozent-Quote in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen kommt

In Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen müssen künftig beide Geschlechter mindestens 40 Prozent erreichen. Und es werden klare Konsequenzen gezogen: Wer die Quote missachtet, verliert den Sitz. Der „leere Sessel“ verhindert eine Umgehung. Mit spiegelgleichen Bestimmungen im Arbeitsverfassungsgesetz wird eine einheitliche Rechtslage für die Entsendung von Arbeitnehmer-Vertreter*innen geschaffen.

Die Änderungen im Überblick:

  • Der Aufsichtsrat börsennotierter Aktiengesellschaften muss zu mindestens 40 Prozent aus Frauen und zu mindestens 40 Prozent aus Männern bestehen.
  • Eine quotenwidrige Wahl oder Entsendung ist nichtig. Die für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehenen Plätze bleiben also unbesetzt („leerer Sessel“).
  • Die Geschlechterquote soll bei allen ab dem 30. Juni 2026 erfolgenden Wahlen und Entsendungen in den Aufsichtsrat zu beachten sein.
  • Es wird eine Monitoringstelle im Frauenministerium eingerichtet.

Höherer Frauenanteil bringt wirtschaftliche Vorteile

Klar ist: Für echte Gleichstellung reicht eine Quote nicht aus. Es geht um mehr als nur um Quotenregelungen in den obersten Führungsetagen eines Unternehmens. Die Förderung von Frauen muss bereits in den mittleren Ebenen ansetzen, um die gläserne Decke zu durchbrechen, vor allem in technischen Berufssparten. Denn der Zusammenhang zwischen gemischten Führungsteams und wirtschaftlichem Erfolg ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt – zuletzt hatte bspw. eine Studie der Österreichischen Nationalbank dargelegt, dass ein höherer Frauenanteil im Aufsichtsrat die Profitabilität steigert, das Risikoprofil verbessert, die Marktbewertung erhöht und nachhaltiges Wachstum von Unternehmen fördert.

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie

© Tobias Holzer
News
Bund
SPÖ in der Regierung

Mobilitätswende nimmt Fahrt auf: Programm zum Ausbau der E-Mobilität gestartet

Mobilitätsminister Peter Hanke stellte bei einer Pressekonferenz das neue Programm „eMove Austria“ vor. Es handelt sich dabei um nichts weniger als die Zukunft der E-Mobilität in Österreich. Damit werden künftig alle Bereiche zur Forcierung der E-Mobilität unter einem Dach vereint, wobei der Schwerpunkt auf dem Ausbau der (Schnell-)Ladeinfrastruktur liegen wird. „Wir geben den Startschuss für das nächste Kapitel auf dem Weg zur Mobilitätswende. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist die E-Mobilität unser wichtigster Hebel, um den Verkehr nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten“, so Hanke.
Mehr erfahren
© SPÖ/Visnjic
News
Bund
SPÖ in der Regierung

Babler/Schumann: Wir stärken mit Arbeitsmarktpaket Beschäftigung und Betriebe

Qualifizierung ist der Schlüssel zum Erfolg im Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Darum hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer zweitägigen Arbeitsklausur ein großes Arbeitsmarktpaket für eine Fachkräfteoffensive beschlossen. „Die Aufgabe der Politik ist es, Chancen zu geben. Wir setzen auf Qualifizierung und Weiterbildung, um Fachkräfte für die Zukunft zu haben“, betonte SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann.
Mehr erfahren
© Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner
News
Bund
SPÖ in der Regierung

Budgetrede - Marterbauer: Werden Budget sanieren und wieder auf Kurs kommen

Die vorangegangenen Bundesregierungen haben ein Milliarden-Defizit hinterlassen. Die SPÖ ist an diesem Budgetloch nicht schuld. Trotzdem übernehmen wir Verantwortung und bringen das Budget wieder auf Kurs. Gemeinsam mit SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer sanieren wir das Budget sozial gerecht und eröffnen gleichzeitig Spielräume für wichtige Offensivmaßnahmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Beschäftigung – für eine gute Zukunft für alle.
Mehr erfahren
© Tobias Holzer
News
Bund
SPÖ in der Regierung

Mobilitätswende nimmt Fahrt auf: Programm zum Ausbau der E-Mobilität gestartet

Mobilitätsminister Peter Hanke stellte bei einer Pressekonferenz das neue Programm „eMove Austria“ vor. Es handelt sich dabei um nichts weniger als die Zukunft der E-Mobilität in Österreich. Damit werden künftig alle Bereiche zur Forcierung der E-Mobilität unter einem Dach vereint, wobei der Schwerpunkt auf dem Ausbau der (Schnell-)Ladeinfrastruktur liegen wird. „Wir geben den Startschuss für das nächste Kapitel auf dem Weg zur Mobilitätswende. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist die E-Mobilität unser wichtigster Hebel, um den Verkehr nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten“, so Hanke.
Zum Termin
© SPÖ/Visnjic
News
Bund
SPÖ in der Regierung

Babler/Schumann: Wir stärken mit Arbeitsmarktpaket Beschäftigung und Betriebe

Qualifizierung ist der Schlüssel zum Erfolg im Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Darum hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer zweitägigen Arbeitsklausur ein großes Arbeitsmarktpaket für eine Fachkräfteoffensive beschlossen. „Die Aufgabe der Politik ist es, Chancen zu geben. Wir setzen auf Qualifizierung und Weiterbildung, um Fachkräfte für die Zukunft zu haben“, betonte SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann.
Zum Termin
© Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner
News
Bund
SPÖ in der Regierung

Budgetrede - Marterbauer: Werden Budget sanieren und wieder auf Kurs kommen

Die vorangegangenen Bundesregierungen haben ein Milliarden-Defizit hinterlassen. Die SPÖ ist an diesem Budgetloch nicht schuld. Trotzdem übernehmen wir Verantwortung und bringen das Budget wieder auf Kurs. Gemeinsam mit SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer sanieren wir das Budget sozial gerecht und eröffnen gleichzeitig Spielräume für wichtige Offensivmaßnahmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Beschäftigung – für eine gute Zukunft für alle.
Zum Termin