Aktuelles
Bund
Aus dem Parlamentsklub

Kurt-Rothschild-Hauptpreis 2025 für Annina Kaltenbrunner

07.11.2025

Unter dem Motto „Für eine gerechte und inklusive Wirtschaftsordnung“ verliehen der SPÖ-Parlamentsklub und das Karl-Renner-Institut im Parlament zum zehnten Mal den Kurt-Rothschild-Preis für Wirtschaftspublizistik. Den Hauptpreis erhielt Annina Kaltenbrunner, Professorin für Globale Wirtschaft an der Leeds University Business School, für ihre Arbeiten zu „International Financial Subordination“. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Dritten Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, Doris Bures, und dem stellvertretenden SPÖ-Klubvorsitzenden Jan Krainer. Die Laudatio hielt Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Unter dem Motto „Für eine gerechte und inklusive Wirtschaftsordnung“ verliehen der SPÖ-Parlamentsklub und das Karl-Renner-Institut im Parlament zum zehnten Mal den Kurt-Rothschild-Preis für Wirtschaftspublizistik. Den Hauptpreis erhielt Annina Kaltenbrunner, Professorin für Globale Wirtschaft an der Leeds University Business School, für ihre Arbeiten zu „International Financial Subordination“. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Dritten Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, Doris Bures, und dem stellvertretenden SPÖ-Klubvorsitzenden Jan Krainer. Die Laudatio hielt Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung und SPÖ-Frauenvorsitzende, würdigte in ihrer Laudatio Annina Kaltenbrunner als „eine Wissenschafterin, deren Forschung den Blick auf das große Ganze schärft“. Forschung soll demnach „nicht nur beschreiben, sie soll Möglichkeiten aufzeigen. Das macht Annina Kaltenbrunner mit ihren Arbeiten“. Es gebe Alternativen und es gebe inklusivere Finanzarchitekturen. Die wissenschaftliche Arbeit von Annina Kaltenbrunner sei unmittelbar anschlussfähig für die politische Praxis von Ministerien, Zentralbanken, Entwicklungsagenturen, so Holzleitner.

Die Hauptpreisträgerin Annina Kaltenbrunner betonte, wie wichtig es sei, dass der Kurt-Rothschild-Preis die progressive, plurale Ökonomie in den Mittelpunkt stellt. Pluralismus und Dependenztheorie zeigen, wie Länder des Globalen Südens durch ihre strukturell untergeordnete Position im globalen Währungs- und Finanzsystem in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindert werden. An der Spitze dieses Systems stehen die Währungen der USA, der EU und zunehmend auch jene Chinas.

Eröffnungsworte von Bures und Krainer

Bures sprach in ihrer Eröffnungsrede die großen Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Europa und Österreich an. Bezogen auf Österreich erwähnte sie das schwere budgetäre Erbe, dass die Vorgängerregierung hinterlassen habe. Der gesellschaftliche Zusammenhalt werde durch Extremismus und Populismus angefochten. Alle Kurt-Rothschild-Preisträger*innen gingen auf ganz aktuelle und akute gesellschaftliche und wirtschaftliche Problemlagen ein. „Es geht uns allen darum, die Gesellschaft besser und freier zu machen“, sagte Bures.

Jan Krainer dankte den Wissenschafter*innen für ihre Beiträge und erläuterte, wieso der SPÖ-Parlamentsklub diesen Preis gemeinsam mit dem Karl-Renner-Institut ins Leben gerufen habe: “Weil die Wissenschaft von heute Basis für die Politik von morgen ist – oder es zumindest sein sollte.”

Weitere Wissenschafter*innen ausgezeichnet

Neben dem Hauptpreis wurden folgende Wissenschafterinnen und Wissenschafter für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet:

Hagen Krämer, Hochschule Karlsruhe, „Jenseits des Neoliberalismus: Perspektiven für einen sozialen Kapitalismus”

Stephan Pühringer, Matthias Aistleitner, Lukas Cserjan, Sophie Hieselmayr, Johannes Kepler Universität Linz, „Netzwerke der Superreichen: Die Politische Ökonomie des Überreichtums in Österreich”

John Tomaney, Lucy Natarajan, Sarah Chaytor, Florence Sutcliffe-Braithwaite, Dimitrios Panayotopoulos-Tsiros, Siobhan Morris, Myfanwy Taylor, Maeve Blackman, Katherine Welch, University College London, „Social infrastructure and ‘left behind places‘”

Anna Schwarz, Central European University, „Im Schatten des Haushalts: Wie Haushaltsdynamiken die geschlechtsspezifische Erwerbsarmut in Europa prägen”

Christina Siegert, Universität Wien, „Armutsgefährdung von Frauen in Paarhaushalten: Ein blinder Fleck der Armutsforschung”

Alle Infos zu den ausgezeichneten Wissenschafter*innen und ihren Arbeiten gibt es hier: https://renner-institut.at/veranstaltungen/kurt-rothschild-preis-2025

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie

News
Bund
Aus dem Parlamentsklub

Klubtagung: Leistbares Leben. Leistbares Wohnen

Am Montag startete die Herbsttagung des SPÖ-Parlamentsklubs in Salzburg unter dem Titel „Leistbares Leben. Leistbares Wohnen“. Am Programm standen u.a. Begrüßungsworte von Klubvorsitzendem Philip Kucher und Vizeklubobfrau Julia Herr sowie eine Rede von Vizekanzler Andreas Babler. Kucher brachte es auf den Punkt: „In den ersten sieben Monaten haben wir mehr Maßnahmen gegen die Teuerung umgesetzt als die letzten beiden Regierungen zusammen.“ „Unser wichtigstes Ziel ist, das Leben für die Menschen in Österreich wieder leistbar zu machen!“, betonte Herr.
Mehr erfahren
News
Bund
Aus dem Parlamentsklub

Frauentag: Lohntransparenz-Richtline rasch umsetzen!

Im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März hat SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner die Kampagne „Gerecht oder Geschlecht?“ gestartet, die für mehr Bewusstsein für die strukturelle Benachteiligung von Frauen sorgen soll. Parallel dazu werden geplante gesetzliche Vorhaben wie die Verschärfung des Sexualstrafrechts und die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie, die zentral im Kampf gegen unfaire Lohnunterschiede ist, vorangetrieben. „Frauen müssen wissen, was ihre Arbeit wert ist und ob sie gerecht bezahlt werden“, betont dazu SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz.
Mehr erfahren
News
Bund
Aus dem Parlamentsklub

SPÖ-Bayr: „Österreichs Verantwortung für die Ukraine bleibt“

Bei einer parlamentarischen Veranstaltung anlässlich des 3. Jahrestags des Beginns des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr eine umfassende Strategie zur rechtlichen Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen gefordert. Die Abgeordnete fordert eine langfristige Unterstützung der Ukraine und eine bessere Unterstützung für Geflüchtete in Österreich.
Mehr erfahren
News
Bund
Aus dem Parlamentsklub

Klubtagung: Leistbares Leben. Leistbares Wohnen

Am Montag startete die Herbsttagung des SPÖ-Parlamentsklubs in Salzburg unter dem Titel „Leistbares Leben. Leistbares Wohnen“. Am Programm standen u.a. Begrüßungsworte von Klubvorsitzendem Philip Kucher und Vizeklubobfrau Julia Herr sowie eine Rede von Vizekanzler Andreas Babler. Kucher brachte es auf den Punkt: „In den ersten sieben Monaten haben wir mehr Maßnahmen gegen die Teuerung umgesetzt als die letzten beiden Regierungen zusammen.“ „Unser wichtigstes Ziel ist, das Leben für die Menschen in Österreich wieder leistbar zu machen!“, betonte Herr.
Zum Termin
News
Bund
Aus dem Parlamentsklub

Frauentag: Lohntransparenz-Richtline rasch umsetzen!

Im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März hat SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner die Kampagne „Gerecht oder Geschlecht?“ gestartet, die für mehr Bewusstsein für die strukturelle Benachteiligung von Frauen sorgen soll. Parallel dazu werden geplante gesetzliche Vorhaben wie die Verschärfung des Sexualstrafrechts und die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie, die zentral im Kampf gegen unfaire Lohnunterschiede ist, vorangetrieben. „Frauen müssen wissen, was ihre Arbeit wert ist und ob sie gerecht bezahlt werden“, betont dazu SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz.
Zum Termin
News
Bund
Aus dem Parlamentsklub

SPÖ-Bayr: „Österreichs Verantwortung für die Ukraine bleibt“

Bei einer parlamentarischen Veranstaltung anlässlich des 3. Jahrestags des Beginns des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr eine umfassende Strategie zur rechtlichen Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen gefordert. Die Abgeordnete fordert eine langfristige Unterstützung der Ukraine und eine bessere Unterstützung für Geflüchtete in Österreich.
Zum Termin