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Social-Media-Verbot: Babler fordert Brüssel zu raschem Handeln auf

30.10.2026

Das Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige kann nicht wie geplant am 1. Jänner 2027 in Kraft treten, sondern frühestens Ende Juli. Grund dafür ist die sogenannte Stillhaltefrist, die von der EU-Kommission verlängert wurde. Die SPÖ hat für diese Blockade kein Verständnis. „Wir werden deswegen den Prozess auf nationaler Ebene so weit tragen, dass das Social-Media-Verbot umgehend nach Ablauf der EU-Fristen umgesetzt werden kann“, sagt Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler.

Das Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige kann nicht wie geplant am 1. Jänner 2027 in Kraft treten, sondern frühestens Ende Juli. Grund dafür ist die sogenannte Stillhaltefrist, die von der EU-Kommission verlängert wurde. Die SPÖ hat für diese Blockade kein Verständnis. „Wir werden deswegen den Prozess auf nationaler Ebene so weit tragen, dass das Social-Media-Verbot umgehend nach Ablauf der EU-Fristen umgesetzt werden kann“, sagt Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler.

„Es ist völlig unverständlich, dass die EU-Kommission mit einer nur wenige Zeilen umfassenden Mitteilung das österreichische Social-Media-Verbot um Monate verzögert, während gleichzeitig noch keine konkrete europäische Lösung vorliegt. Wer selbst noch keine Regelung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgelegt hat, darf andere nicht daran hindern, tätig zu werden. 84 Prozent der Menschen in Österreich unterstützen ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. Das zeigt, wie groß der Wunsch nach wirksamem Schutz unserer Kinder und Jugendlichen ist“, kritisiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Mediensprecher Klaus Seltenheim die Verzögerung durch die EU-Kommission.

Warum kann Österreich nicht sofort ein Social-Media-Verbot umsetzen?

Der Gesetzesentwurf zur Einführung eines Mindestalters von 14 Jahren für die Nutzung bestimmter Social-Media-Plattformen ging im Sommer in Begutachtung. Die Europäische Kommission hat nun mitgeteilt, dass die Stillhaltefrist für das geplante Social-Media-Gesetz auf insgesamt zwölf Monate ab Übermittlung verlängert wird. Damit kann das im Juli 2026 eingebrachte Gesetzesvorhaben frühestens Ende Juli 2027 in Kraft treten. Hintergrund der Entscheidung sind die Bestrebungen der Europäischen Union, mit dem sogenannten EU-Kids-Act einen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen zu schaffen, der den Schutz von Kindern und Jugendlichen in allen Mitgliedstaaten sicherstellen soll.

Wie geht es beim Social-Media-Verbot jetzt weiter?

SPÖ-Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler hat „kein Verständnis dafür, dass die EU-Kommission nun das Social-Media-Verbot in Österreich mit einer Fristverlängerung verzögert. Unser Gesetz soll Kinder vor dem täglichen Schaden, den Social-Media-Konzerne anrichten, bewahren. Das hat keinen Aufschub verdient. Wir werden deswegen den Prozess auf nationaler Ebene so weit tragen, dass das Social-Media-Verbot umgehend nach Ablauf der EU-Fristen umgesetzt werden kann. Die EU hat gegenüber dem österreichischen Vorschlag keinerlei inhaltliche Bedenken gemeldet, die Blaupause für eine EU-weite Regelung haben wir also vorgelegt. Die Rechte von Kindern verdienen keinen Aufschub

Um der Dringlichkeit weiter Ausdruck zu verleihen, wandte sich Babler nach Bekanntwerden der Fristverlängerung an die EU-Kommission und forderte eindringlich ein rasches Vorgehen bei der Umsetzung des EU-KIDS-ACT. „Mit unserer Initiative und dem nationalen Vorstoß haben wir aber erreicht, dass die EU-Kommission endlich den Ernst der Lage erkennt und nun selbst tätig wird – mit dem EU-Kids-Act, der viele Ideen des österreichischen Gesetzes aufgreift. Der Schutz der Gesundheit und das Wohlergehen junger Menschen müssen immer Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Plattformbetreiber haben und auch vor den bürokratischen Hürden in der EU.“

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