„Zu Beginn unserer Regierungsbeteiligung habe ich klar festgehalten, dass wir den Menschen Perspektiven für leistbare Preise geben und die Teuerung nicht durchrauschen lassen. Wir sehen nicht dabei zu, wie einige wenige auf Kosten aller anderen Übergewinne erzielen“, sagt unser Vorsitzender, Vizekanzler Andreas Babler, der die Spritpreisbremse durchgesetzt hat.
Konkret werden die Gewinnmargen von Raffinerien und Tankstellen beschränkt. Künftig werden in Krisensituationen wie der aktuellen die Margen jeweils für einen Monat fixiert und der Anstieg dieser Margen im Vergleich zum Vorkrisenniveau halbiert. Das ist der erste Preiseingriff bei Treibstoff seit 1981 und damit seit der Kreisky-Ära. „Eine Tankfüllung wird um rund 5 Euro billiger. Damit geben wir den Pendlerinnen und Pendlern Sicherheit“, so Babler. In Kraft treten soll die Spritpreisbremse am 1. April.
„Wenn die Rohölpreise stark steigen, können wir das in Österreich nicht komplett abschirmen“, so Babler, der festhält: „Dieser Eingriff bedeutet nicht, dass keine Gewinne mehr gemacht werden dürfen. Wir verhindern damit aber, dass aus einer Krise ein Geschäftsmodell wird.“ Eine Krisensituation ist dabei als Gefahr einer volkswirtschaftlichen Verwerfung definiert. Das ist jedenfalls der Fall, wenn in einem Betrachtungszeitraum von zwei Monaten die Rohöl- bzw. Spritpreise um 30 Prozent steigen.
Darüber hinaus werden zusätzliche Einnahmen aus der Umsatzsteuer in Form einer befristeten Reduktion der Mineralölsteuer an die Autofahrerinnen und Autofahrer zurückgegeben. Diese Senkung wird im ersten Monat zunächst 5 Cent pro Liter betragen. Der Margendeckel stellt sicher, dass diese Entlastung auch weitergegeben wird und bei der Bevölkerung ankommt. Fest steht dabei: Die MÖSt-Senkung muss innerhalb von drei Monaten budgetneutral werden. Dazu werden die tatsächlichen Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer berechnet und als Bewertungsgrundlage herangezogen.