Die SPÖ hat darauf bestanden, dass auch jene einen Beitrag zur Sanierung des Budgets leisten, die in den letzten Jahren große Gewinne eingefahren haben – damit konnten wir uns durchsetzen. Breite Schultern tragen mehr. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit!
Um das Budget sozial gerecht zu sanieren, werden auf der Einnahmenseite Steuerlücken geschlossen, einzelne Steuern und Abgaben adaptiert und ein gerechter Beitrag von Banken und Energieunternehmen eingehoben. Eine Milliarde Euro jährlich wird von jenen geleistet, die es sich leisten können.
Bankenabgabe wird um 350 Mio. Euro ausgeweitet: Banken haben in den letzten Jahren von hohen Einnahmen besonders profitiert. Wie andere EU-Staaten heben auch wir die bestehende Bankensteuer an. Zusätzlich wird es für die Jahre 2025 und 2026 Sonderzahlungen geben. Statt bisher 150 Millionen Euro pro Jahr erzielen wir damit in den Jahren 2025 und 2026 jährlich 500 Millionen Euro.
Beitrag der Energiekonzerne bringt 200 Millionen Euro jährlich: Mit der Verlängerung des Standortbeitrags der Energiewirtschaft tragen Energiekonzerne jährlich 200 Millionen Euro zur Budgetkonsolidierung bei.
Steuerzuschläge für Gewinne aus Umwidmungsverkäufen bringen 10 Millionen Euro 2025, 30 Millionen Euro ab 2026: Grundstücksbesitzer*innen, deren Grundstücke durch Umwidmung (von Grünland auf Bauland) eine hohe Wertsteigerung erzielen und die das Grundstück danach verkaufen, sollen einen gerechten Beitrag am Gewinn an Steuern für die Gesellschaft abführen.
Verlängerung des Spitzensteuersatzes bringt ab 2026 50 Millionen Euro: Mit 2015 wurde befristet ein Spitzensteuersatz von 55 Prozent für Einkommensteile, die über einer Million Euro liegen, eingeführt. Dieser wird um vier weitere Jahre verlängert.
Betrugsbekämpfungspaket bringt 270 Millionen Euro ab 2026: Maßnahmen im Kampf gegen Steuervermeidung und Steuerbetrug werden zusätzliche Mehreinnahmen bringen.
Effektivere Besteuerung großer Immobiliendeals bringt ab 2026 100 Millionen Euro: Schlupflöcher, die große Unternehmen genutzt haben, um bei Käufen von Grundstücken, Wohnungen oder Häusern keine Grunderwerbssteuer zu zahlen, werden geschlossen.
Höhere Besteuerung von Glücksspielunternehmen bringt 31 Millionen, ab 2026 71 Millionen Euro: Die Glücksspielabgabe für Lotteriespiele wird von 16 auf 17,5 Prozent erhöht, jene für das Automatenglücksspiel von 10 auf 11 Prozent (plus 150 Prozent Landeszuschlag). Dazu kommt eine Erhöhung der Konzessions- bzw. Glücksspielabgabe für Online-Gaming von 40 auf 45 Prozent. Die gesetzten Maßnahmen werden einerseits Mehreinnahmen für den Staat lukrieren, verfolgen aber gleichzeitig den Zweck, Anreize für übermäßige Ausgaben von Spielenden zu vermeiden.
Anhebung der Stiftungssteuern bringt 33 Millionen Euro ab 2026: Privatstiftungen akkumulieren in Österreich extrem hohe Vermögenswerte. Bei Zuwendungen an Privatstiftungen fällt die Stiftungseingangssteuer an, die um einen Prozentpunkt auf 3,5 Prozent angehoben wird. Außerdem wird die Zwischensteuer bei Privatstiftungen von 23 Prozent auf 27,5 Prozent angehoben und Grundstücke, die an Stiftungen zugewendet werden, werden höher besteuert.