Millionärssteuern
Ein Prozent besitzt 50 Prozent des Vermögens in Österreich: SPÖ kämpft weiter für Millionärssteuern
„Ein modernes Österreich braucht ein geordnetes und ausgewogenes Steuersystem. Arbeit soll entlastet werden. Millionäre müssen einen fairen Beitrag leisten. So entsteht mehr Spielraum für Gesundheit, Pflege und soziale Sicherheit.“
Andreas Babler
Österreich braucht ein Steuersystem, das ausgewogen und fair funktioniert. Derzeit wird in Österreich Arbeit im internationalen Vergleich stark besteuert, während vermögensbezogene Steuern nur einen geringen Beitrag zum gesamten Steueraufkommen leisten. Für die SPÖ ist klar: Millionenerben und große Vermögen müssen einen gerechten Beitrag zur Finanzierung und Sicherung des Sozialsystems leisten. In der Koalition mit ÖVP und NEOS sind Millionärssteuern derzeit nicht umsetzbar. Weder in der Bundesregierung noch im Parlament gibt es eine politische Mehrheit dafür. ABER: Die SPÖ hat nach dem Leitsatz „Wer mehr hat, soll mehr beitragen“ in der Regierung wichtige Schritte für mehr Steuergerechtigkeit gesetzt. Beim Budget 2027/28 hat die SPÖ erreicht, dass Banken, Konzerne und Besserverdienende 56 Prozent der Sanierung zahlen. Und die SPÖ bleibt dran und macht weiter Druck für gerechte Millionärssteuern.
Die SPÖ hat ein Modell vorgelegt, das die Balance zwischen Arbeit, Vermögen und öffentlicher Finanzierung verbessern soll. Eigenheime sind dabei ausdrücklich geschützt.
Ziel ist ein Steuersystem, das Leistung anerkennt, den Zusammenhalt stärkt und die Finanzierung wichtiger öffentlicher Leistungen langfristig absichert. Menschen, die arbeiten, sollen entlastet werden. Gleichzeitig sollen Investitionen in Gesundheit und Pflege gesichert werden.
Österreich zählt im OECD-Vergleich zu den Ländern mit den niedrigsten vermögensbezogenen Steuern. Gleichzeitig gehört die Besteuerung von Arbeit zu den höchsten. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht bei der Finanzierung öffentlicher Aufgaben.
Andreas Babler dazu:
„Unser Ziel ist ein ausgewogenes Steuersystem. Wer arbeitet, soll mehr von seiner Leistung haben. Gleichzeitig sollen sehr große Vermögen auch einen größeren Beitrag zur Finanzierung unseres Sozialsystems leisten.“
Die SPÖ sieht darin einen Beitrag zu mehr Fairness, Verlässlichkeit und Ordnung im Steuersystem. Leistung, soziale Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt müssen stärker miteinander verbunden werden.
Mehr Spielraum für Entlastung, Gesundheit und Pflege
Österreich verfügt über starke öffentliche Leistungen, von denen alle Menschen profitieren: Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Bildung, Sicherheit und soziale Absicherung.
Um diese Leistungen langfristig zu sichern und gleichzeitig Arbeit zu entlasten, schlägt die SPÖ einen fairen Beitrag sehr großer Vermögen und Millionenerbschaften vor.
Die vorgesehenen Maßnahmen würden jährlich rund 5 bis 6 Milliarden Euro an zusätzlichen Mitteln bringen. Diese sollen vor allem für die Senkung der Steuern auf Arbeit sowie für Investitionen in Gesundheit, Pflege, Bildung und Klimaschutz verwendet werden.
Eigenheime bleiben dabei geschützt. Das Modell konzentriert sich ausschließlich auf sehr große Vermögen und soll gleichzeitig breite Teile der Bevölkerung entlasten.
Das SPÖ-Modell für einen fairen Beitrag großer Vermögen
Millionärssteuer
Eigenheime, die von ihren Besitzer*innen als Hauptwohnsitz genutzt werden, bleiben bis zu einem Wert von 1,5 Millionen Euro steuerfrei.
Für das restliche Vermögen gilt außerdem ein Freibetrag von 1 Million Euro.
Für darüberhinausgehendes Vermögen sind folgende Steuerstufen vorgesehen:
- 0,5 Prozent für Vermögen zwischen 1 und 10 Millionen Euro
- 1 Prozent für Vermögen zwischen 10 und 50 Millionen Euro
- 2 Prozent für Vermögen ab 50 Millionen Euro
Die Einnahmen werden auf 5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Steuer auf Millionenerbschaften
Auch bei Erbschaften und Schenkungen bleiben Eigenheime bis zu einem Wert von 1,5 Millionen Euro steuerfrei.
Für das restliche Vermögen gilt außerdem ein Freibetrag von 1 Million Euro.
Für darüberhinausgehende Vermögenswerte sind folgende Steuerstufen vorgesehen:
- 25 Prozent ab Überschreiten der Freibeträge
- 30 Prozent ab 5 Millionen Euro
- 35 Prozent ab 10 Millionen Euro
- 50 Prozent ab 50 Millionen Euro
Die Einnahmen werden auf 500 bis 800 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.