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© Astrid Knie

SPÖ-Holzleitner: Null Toleranz bei Sexismus!

09.01.2024

SPÖ-Frauenvorsitzende appelliert an Bundesregierung, Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz zu ratifizieren und kündigt Antidiskriminierungsstelle in Partei an.

SPÖ-Frauenvorsitzende appelliert an Bundesregierung, Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz zu ratifizieren und kündigt Antidiskriminierungsstelle in Partei an.

Eine Studie des IBE (Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung) im Auftrag der Arbeiterkammer zeigt, dass Frauenfeindlichkeit – das Abwerten von Fähigkeiten und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts – noch immer zum Berufsalltag von Frauen gehört. „Null Toleranz bei Sexismus“, reagiert darauf SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner, die in diesem Zusammenhang auf das längst überfällige Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation über Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt (ILO-190) verweist. „Österreich hat dieses Übereinkommen, das Staaten dazu verpflichtet, gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, um Gewalt und Übergriffe am Arbeitsplatz zu verhindern, noch immer nicht ratifiziert“, so die SPÖ-Frauenvorsitzende. „Arbeitnehmer*innen und allen voran die weiblichen Arbeitnehmerinnen, müssen vor Sexismus, Belästigung, Übergriffen und Gewalt geschützt werden“, so Holzleitner. „Wir Sozialdemokrat*innen wollen eine Gesellschaft frei von Diskriminierung und Sexismus – das muss auch Gesamtauftrag der Partei sein“, bekräftigt Holzleitner, die ankündigt, dass innerhalb der SPÖ – angelehnt an Vorbildern in internationalen Unternehmen – Antidiskriminierungs- und Antisexismus-Schulungen für Funktionär*innen etabliert werden. Darüber hinaus wird eine Antidiskriminierungsstelle als Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet.

„Arbeitnehmer*innen und allen voran die weiblichen Arbeitnehmerinnen, müssen vor Sexismus, Belästigung, Übergriffen und Gewalt geschützt werden.“

Internationale Unternehmen hätten ein erfolgreiches Diversitätsmanagement umgesetzt. „In der SPÖ gehen wir einen Schritt weiter und etablieren Antisexismus- und Antidiskriminierungs-Schulungen“, so Holzleitner. Die Gewerkschaften haben mit dem international ausverhandelten ILO-190-Übereinkommen einen wesentlichen Grundstein dafür gelegt. Ebenso dienen die Istanbul-Konvention und die Empfehlungen des Europarates, um Sexismus beispielsweise in der Sprache, den Sozialen Medien oder am Arbeitsplatz zurückzudrängen, als Vorbild. Zusätzlich gibt es ein eigenes Handbuch des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen, das Handlungsanleitungen gegen Sexismus am Arbeitsplatz vorschlägt.

„Auch eine Partei ist eine Art Arbeitsstätte, egal ob im Ehren-oder Hauptamt. Es muss klar sein, dass sexistisches und diskriminierendes Verhalten in der SPÖ nicht geduldet wird. Wer dagegen verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen – ob das Schulungen, verpflichtende Beratungen oder Parteiausschlüsse sind. Dafür wollen wir uns klare Regeln erarbeiten, die dann für alle bindend sind“, so Holzleitner.

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