Ein Treffen auf europäischer Ebene brachte sozialdemokratische Abgeordnete zusammen, um sich über Perspektiven und Ideen zur Bewältigung der Wohnraumkrise auszutauschen. Konkret debattierten die Abgeordneten über die Auswirkungen auf die nationalen Wohnungsmärkte und Sozialstandards durch Kurzzeitvermietungen. Für die SPÖ haben EU-Abgeordneter Andreas Schieder und Nationalrat Paul Stich teilgenommen. „Knapper Wohnraum geht uns alle an: Kurzzeitvermietungen an Tourist*innen über Airbnb, booking.com und Co. treiben die Wohnkosten in ganz Europa in die Höhe und vertreiben viele Bewohner*innen aus ihren Wohnungen und den Städten“, sagt Schieder, der betont, dass diese Plattformen längst zum Sammelbecken für kommerzielle Miethaie geworden sind. Um das künftig zu verhindern, setzt sich die SPÖ für striktere und einheitliche Regulierungen in der gesamten EU ein.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem ,Affordable Housing Act‘, der Anfang Juli von der EU-Kommission präsentiert werden soll. „Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die Regulierung von Kurzzeitvermietungen ein Schwerpunkt des geplanten Gesetzes wird und die Wucherpreise in vielen europäischen Städten damit endlich am Schopf gepackt werden“, so Schieder.
Die SPÖ fordert strengere Regeln für Airbnb & Co., weil durch Kurzzeitvermietungen die Wohnkosten in ganz Europa steigen. Dazu sagt SPÖ-Wohnsprecher im Nationalrat Paul Stich: „Quer durch Europa sehen wir: Dort, wo Kurzzeitvermietungen zunehmen, gehen die Preise für das Wohnen in die Höhe. Österreichische Städte und touristisch stark genutzte Gebiete dürfen nicht zu Museen werden, in denen Einheimische keinen leistbaren Wohnraum mehr finden, während sich andere mit Kurzzeitvermietungen eine goldene Nase verdienen.“ Darüber hinaus stellen steigende Kurzzeitvermietungen eine Bedrohung für den sozialen Charakter von Wohnhäusern dar: „Aus Nachbarschaft wird eine gesichtslose Anonymität“, so Stich, für den klar ist: „Wer für leistbare Wohnungspreise, Sicherheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft eintritt, muss mit uns an einem Strang ziehen und für strengere Regeln für Airbnb & Co. eintreten!“