„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie sehr die Hitze inzwischen unseren Alltag bestimmt – auch in den eigenen vier Wänden“, so Babler in seiner Rede im Bundesrat. Dabei unterstrich er, dass eine Wohnung ein Ort zum Wohlfühlen und ein Rückzugsraum sein müsse. Das sei jedoch im Hochsommer aufgrund der hohen Temperaturen vielfach nicht mehr gewährleistet. „Es geht darum, unsere Wohnhäuser klimafit zu machen. Außenjalousien und Rollläden können Sonneneinstrahlung reduzieren, gute Dämmung schützt im Sommer vor Hitze, und Fernkälte kann langfristig einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz leisten“, so Babler. Da die Umsetzung dieser Hitzeschutz-Maßnahmen jedoch Zeit braucht, soll der Einbau von Klimageräten einfacher werden.
Die rechtlichen Hürden für den Einbau wirksamer Hitzeschutz-Maßnahmen sind hoch. Wohnungseigentümer*innen brauchen häufig die Zustimmung der übrigen Eigentümer*innen, um Hitzeschutz-Maßnahmen umzusetzen. Kommt diese nicht zustande, müssen sie vor Gericht darlegen, dass die Maßnahme verkehrsüblich ist oder einem wichtigen Interesse dient. Für Mieter*innen ist die Hürde in vielen Fällen noch höher. „Das führt dazu, dass Menschen trotz großer gesundheitlicher Belastung oft keine vernünftige technische Lösung umsetzen können“, so Babler, der das ändern möchte: Klimaanlagen sollen genauso wie Außenjalousien, Rollläden und Sonnenschutzbeschichtungen leichter eingebaut werden können.
Für Babler ist klar: „Klimaschutz und Hitzeschutz gehören zusammen. Wir müssen die Ursachen der Erderhitzung bekämpfen und den Menschen helfen, die schon heute unter den Folgen leiden.“ Die Bundesregierung hat das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz beschlossen, investiert in Klimaforschung und richtet die Mittel aus dem Waldfonds stärker darauf aus, die Biodiversität zu schützen und natürliche Lebensräume zu erhalten. Darüber hinaus setzt die Bundesregierung Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Dazu gehören Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren in Höhe von 250 Millionen Euro, der Nationale Hitzeschutzplan sowie bessere Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz, in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten.