FIFA-Präsident Infantino, ein enger Freund von US-Präsident Trump, treibt mit seinen Investoren-Plänen die Kommerzialisierung des Fußballs auf die Spitze. Er will die Fußball-WM um Milliarden-Summen an Investoren verkaufen. Scharfe Kritik an diesem Vorhaben übt SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler: „Durch die Investoren-Pläne wächst der Druck weiter, sportliche Grenzen zu Gunsten von Gewinnmaximierung zu verschieben. Wir sind stolz darauf, dass Kultur und Sport in Österreich allen offen stehen. Das muss auch so bleiben!“, sagt Babler.
Die diesjährige Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko hat bereits eine dramatische Verschiebung weg vom Sport hin zu Geschäftemacherei und Entertainment gezeigt. Halftime-Shows und Trinkpausen auch bei niedrigen Temperaturen wurden eingeführt, um noch mehr Werbung platzieren zu können. Mit der Kommerzialisierung der Weltmeisterschaft wurden bereits Grenzen überschritten. Umso mehr sind Infantinos Pläne abzulehnen: „Fußball darf sich nicht immer weiter von den Fans entfernen“, sagt Babler.
Auch SPÖ-EU-Abgeordneter und Sport- und Kultursprecher Hannes Heide kritisiert Infantinos Pläne. „Jetzt soll der Fußball also endgültig verkauft werden. Die Dreistigkeit und Abgehobenheit mit der Gianni Infantino vorhat, Anteile an der Fußball-WM zu verscherbeln, ist kaum zu fassen. Profitieren soll in erster Linie er selbst und seine Freunde wie das unmittelbare Trump-Umfeld“, so Heide. „Sportverbände stehen weder außerhalb des Rechts, noch können sie sich ihrer politischen Verantwortung entziehen. Die UEFA macht vor, wie es geht, und setzt bereits erste Schritte. Auch als Politik dürfen wir nicht schweigen und müssen uns unermüdlich für den Bestand des fairen Fußballs einsetzen. Das Europäische Parlament muss und wird handeln – im Sinne des regelbasierten europäischen Sportmodells“, betont Heide.