Das neue Glücksspielgesetz bringt mehr Rechtssicherheit und faire Marktbedingungen. Gleichzeitig wird der Spielerschutz durch zeitgemäße Schutzmechanismen gestärkt und wir gehen konsequent gegen illegale Anbieter vor. SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer: „Die Reform des Glücksspielgesetzes war überfällig. Es ist gelungen, viele widerstreitende Interessen unter einen Hut zu bringen. Die wichtigsten dabei: Wir verbessern den Spielerschutz und wir bringen Ordnung in einen Online-Markt, der in den letzten Jahren immer grauer und schwärzer geworden ist.“
Die Neuregulierung öffnet den heimischen Online-Glücksspielmarkt für mehr Anbieter (bisher nur die Lotterien) – und zwar für alle, die die strengen Anforderungen erfüllt. Betreiber, die bisher ohne österreichische Lizenz in Österreich aktiv waren, müssen eine sogenannte Cooling-Off-Phase durchmachen, indem sie ab 1. Jänner 2027 bis zur Vergabe der Konzession das bisherige illegale Online-Angebot einstellen. Für Anbieter, die sich nicht daran halten, soll eine 18-monatige Sperrfrist für die Konzessionserteilung greifen. Wer eine Online-Konzession beantragt, muss außerdem zuerst alle offenen Schulden beim Staat und alle noch nicht bezahlten Ansprüche aus Spielerschutzklagen begleichen – davon sollen 20.000 geschädigte Spieler profitieren.
Ein stärkerer Spielerschutz mit spielerbezogenen Maßnahmen ist ein Schwerpunkt der Reform. So wird z.B. ein zentrales, betreiber- und spielartenübergreifendes Sperrregister eingeführt, in dem sowohl betreiberseitige Sperren als auch Selbstsperren zentral erfasst werden. Damit werden besonders suchtgefährdete Spieler effektiv geschützt. Eine weitere Maßnahme sind effektive Einzahlungslimits (für 18- bis 26-Jährige z.B. 250 Euro pro Woche) für Online-Glücksspiel und für Glücksspielautomaten. Bei Glücksspielautomaten wird die Spielfrequenz beschränkt und es wird mit Videos über die Risiken aufgeklärt.