Wer heute weniger verdient, erhält morgen auch weniger Pension. „Deshalb müssen wir endlich die Ursachen der Lohn- und Pensionsschere konsequent bekämpfen“, betont SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz. Sie pocht auf die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie und fordert die Wirtschaft auf, ihre Blockade zu beenden: „Transparenz schafft gerechte Einkommen und schließt die Pensionsschere!“
Die Gründe für die massiven Unterschiede bei den Pensionen zwischen Frauen und Männern sind bekannt: Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und verdienen selbst bei vergleichbarer Tätigkeit oft weniger als Männer. Diese Ungleichheiten setzen sich bis in die Pension fort. „Gerade deshalb ist die Umsetzung der europäischen Lohntransparenz-Richtlinie ein entscheidender Schritt für mehr Einkommensgerechtigkeit. Schluss mit den Ausreden von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Lohntransparenz schafft Klarheit, deckt Lohndiskriminierung auf und hilft dabei, die Lohnschere – und damit auch die Pensionsschere – nachhaltig zu schließen“, so Sabine Schatz. Die SPÖ-Frauensprecherin fordert die Wirtschaft auf, konstruktiv an der Umsetzung der Richtlinie mitzuwirken. „Faire Bezahlung muss endlich eine Frage der Leistung und der Gerechtigkeit sein – nicht des Geschlechts. Es braucht jetzt Kooperation und Einlenken seitens der Wirtschaft, damit die Lohntransparenz-Richtlinie rasch und wirksam umgesetzt werden kann.”
Um die Pensionsschere zu schließen, brauche es neben mehr Lohntransparenz weiterhin gezielte Investitionen in den Arbeitsmarkt, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie einen massiven Ausbau der Kinderbildung und Pflege, sagt SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz. „Care-Arbeit darf nicht länger überwiegend auf den Schultern von Frauen lasten. Nur wenn wir Erwerbsarbeit und Sorgearbeit gerechter verteilen und Frauen existenzsichernde Einkommen ermöglichen, schaffen wir auch gerechte Pensionen“, so die SPÖ-Frauensprecherin.