Nach zuletzt 2009 und 2010 wird Österreich 2027 und 2028 erneut als nicht-ständiges Mitglied Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat übernehmen. SPÖ-Vorsitzender, Vizekanzler Andreas Babler freut sich über die Wahl und sieht darin die klare Aufgabe, den Frieden zu stärken, Dialog zu ermöglichen und das internationale Recht zu verteidigen. „Die Welt braucht mehr Zusammenarbeit, nicht weniger“, betont Babler.
SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder sieht in der Wahl einen wichtigen Schritt für Österreich und die Europäische Union. Es werde „ohne Frage“ eine herausfordernde Aufgabe, sich den vielen großen sicherheitspolitischen Fragen und multiplen Krisenherden in diesem Format zu stellen. Gleichzeitig sei Österreich bestens gewappnet für diesen Job: „Als Sitz mehrerer UN-Organisationen sind die Vereinten Nationen kein fremdes Terrain, sondern vielmehr ein Heimspiel. Österreich hat großes Potential, im Tauziehen der Großmächte in einer Vermittlerrolle aufzutreten und nicht nur Österreich, sondern auch die Stimme der EU zu repräsentieren. Der Sitz im Sicherheitsrat ist die Verpflichtung, dieses Potential jetzt auch zu nutzen.“
Für Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ und Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, ist die Wahl Österreichs in den UNO-Sicherheitsrat „ein bedeutendes Zeichen internationalen Vertrauens in die österreichische Außenpolitik“. Auch sie verweist auf die große Verantwortung, welche die Mitgliedschaft mit sich bringt: „Diese Wahl ist ein Auftrag, Verantwortung als neutrale Brückenbauerin in einer zunehmend polarisierten Welt zu übernehmen. Wir müssen und wir werden unseren Beitrag zur Stabilität der regelbasierten internationalen Ordnung leisten“, so Bayr. Für die Amtszeit 2027/28 sieht Bayr klare inhaltliche Schwerpunkte: „Wir können und müssen den Multilateralismus stärken, Menschenrechte schützen und Abrüstung sowie den proaktiven Einsatz für Frieden ins Zentrum rücken. Ebenso gilt es, die Stimme kleiner und mittlerer Staaten im internationalen System zu stärken.“