Ein moderner Wehrdienst muss für beide Seiten einen echten Mehrwert bieten – für die Wehrhaftigkeit der Republik ebenso wie für die jungen Menschen, die ihren Dienst leisten. Das bedeutet: Der Grundwehrdienst darf keine bloße Pflichterfüllung sein, sondern muss qualitativ hochwertig, sinnvoll gestaltet und zeitgemäß sein.
Eine Verlängerung des Wehrdienstes bringt noch keine Verbesserung – sie wäre ein harter Einschnitt in das Leben junger Menschen und hätte weitreichende Auswirkungen auf Ausbildung, Arbeitsleben und auch auf die Wirtschaft. Die SPÖ schlägt daher vor, den Fokus auf Qualität, Effizienz und Effektivität zu setzen.
Der Grundwehrdienst, der jetzt 6 Monate dauert, soll nicht verlängert, sondern attraktiver und qualitätsvoller werden. Gewonnene Qualifikationen müssen für das spätere Leben anrechenbar sein. Um die Miliz – ein unverzichtbares Element der Landesverteidigung – zu stärken, sollen die verpflichtenden zweimonatigen Übungen wieder eingeführt werden, um die im Wehrdienst gewonnenen Fähigkeiten zu erhalten – bei voller rechtlicher Absicherung.
Zivildiener*innen halten unser System in Sachen Gesundheit, Bildung und Soziales am Laufen. Der Zivildienst soll weiterhin 9 Monate dauern – und auch Zivildiener sollen für bis zu zwei Monate verpflichtende Übungen wie Krisenschutz-Übungen und Schulungen machen, um den Zivilschutz im Krisenfall zu stärken.
SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer betont: „Wir haben monatelang intensiv und konstruktiv verhandelt. Dennoch kommen wir aktuell nicht weiter. Diese Regierung hat in der Vergangenheit bewiesen, im Stande zu sein, Lösungen zu liefern. In diesem Sinn unternehmen wir einen Lösungsversuch. Mit einem Plan der Mitte, der beide Seiten zusammenbringt. Wir stärken die Landesverteidigung und den Zivilschutz und schützen die individuellen Lebensgestaltung junger Menschen.“