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Budgetrede – Marterbauer: Gerecht sanieren, klug investieren

10.06.2026

SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer hat im Nationalrat das Doppelbudget 2027/28 der Bundesregierung vorgestellt und die Notwendigkeit der Budgetsanierung unterstrichen. Die Vorgängerregierungen haben ein Milliarden-Defizit hinterlassen – „danke für nichts!“, so Marterbauer. In seiner Budgetrede betonte der Finanzminister, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Folge des völkerrechtswidrigen Kriegs der USA gegen den Iran die Budgetsanierung zusätzlich erschweren: „Budgetsanierung macht kein Vergnügen, aber sie ist notwendig“, um die hohen Zinszahlungen zu bremsen. Dabei stelle die Bundesregierung die soziale Ausgewogenheit des Sanierungspakets sicher und achte auf Verteilungsgerechtigkeit. „Wir lösen Probleme und treiben die notwendigen Reformen voran“, so Marterbauer, der betonte, dass 2,5 Mrd. Euro für wichtige Investitionen in Beschäftigung, Kinderbetreuung, Pflege und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts budgetiert sind.

SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer hat im Nationalrat das Doppelbudget 2027/28 der Bundesregierung vorgestellt und die Notwendigkeit der Budgetsanierung unterstrichen. Die Vorgängerregierungen haben ein Milliarden-Defizit hinterlassen – „danke für nichts!“, so Marterbauer. In seiner Budgetrede betonte der Finanzminister, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Folge des völkerrechtswidrigen Kriegs der USA gegen den Iran die Budgetsanierung zusätzlich erschweren: „Budgetsanierung macht kein Vergnügen, aber sie ist notwendig“, um die hohen Zinszahlungen zu bremsen. Dabei stelle die Bundesregierung die soziale Ausgewogenheit des Sanierungspakets sicher und achte auf Verteilungsgerechtigkeit. „Wir lösen Probleme und treiben die notwendigen Reformen voran“, so Marterbauer, der betonte, dass 2,5 Mrd. Euro für wichtige Investitionen in Beschäftigung, Kinderbetreuung, Pflege und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts budgetiert sind.

„Die Zeiten sind ernst“, sagte Marterbauer, denn im Frühjahr 2026 haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neuerlich verschlechtert – dies erschwert auch die notwendige Budgetsanierung: „Der Krieg der USA gegen den Iran hat eine weltweite Energiekrise ausgelöst. Das trifft uns in Österreich zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt.“ Noch zu Beginn des Jahres habe sich eine wirtschaftliche Trendwende zum Positiven abgezeichnet, die Konjunktur hat sich erholt, die Budgetsanierung hat Erfolge gezeigt. „Doch kaum waren wir halbwegs über den Berg, kam dieser Krieg und mit ihm neuerlich Inflation und Wirtschaftsdämpfung“, so Marterbauer, der festhielt: „Wir lassen uns nicht entmutigen! Wir tun alles, um die Teuerung zu bremsen. Und wir reagieren auf die schlechteren äußeren Umstände mit einem zweiten Sanierungspaket im Doppelbudget 2027/28.“

Die Bundesregierung knüpft dabei an das erfolgreiche Doppelbudget 2025/26 an und setzt die sozial gerechte Sanierung des Budgets fort. Dies ist notwendig, um die Altlasten der letzten Regierung zu beseitigen: „Die nicht gegenfinanzierten Steuersenkungen und Ausgabenerhöhungen der Vorgängerregierung belasten unser Budget im Jahr 2028 noch immer mit 15 Mrd. Euro“, so Marterbauer. „Wir sind wahrlich ein desaströses Erbe angetreten. Doch wir sanieren Schritt für Schritt das Land“, so Marterbauer, der unterstrich: „Wir schaffen die Spielräume für konjunkturelles Gegensteuern und eine gezielte Investitionsoffensive.“

Das Doppelbudget 2027/28 vereint, wie Marterbauer betonte, vier Grundzüge: Erstens soll die Sanierung weiterhin möglichst nachfrageschonend erfolgen. “Wir arbeiten mit Augenmaß und wollen Konjunktur und Beschäftigung stabilisieren“, so Marterbauer. Zweitens werden Maßnahmen auf der Ausgaben- und der Einnahmenseite verknüpft – „wir sorgen für Ausgewogenheit, nicht zuletzt in Bezug auf die Verteilungswirkungen“. Drittens stecken in diesem Paket umfangreiche Offensivmaßnahmen – um Schulen, Kindergärten, Pflege und Qualifizierung auszubauen. Und viertens sichert die Bundesregierung damit „Schritt für Schritt die langfristige Finanzierbarkeit des Sozialsystems ab“, so Marterbauer.

Ich gebe die Steuereinnahmen lieber für Kindergärten und Pflege aus als für Zinsen!
Finanzminister Markus Marterbauer

Glaubwürdigkeit und stabile Erwartungen – das ist der Weg, auf dem wir mit dem nächsten Sanierungsschritt weitergehen“, so Marterbauer über das Doppelbudget 2027/28. Dies sei auch für die Konsumnachfrage entscheidend: „Wir wollen den Menschen Sicherheit geben. Wir wollen Ängste nehmen und der Instabilität entgegenwirken.“

Bild: Finanzminister Markus Marterbauer hält im Parlament die Budgetrede zum Doppelbudget 2027/28.

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Maßvolle Einsparungen bei Pensionsausgaben, mehr Geld für Pflege

Mit dem Doppelbudget stabilisiert die Bundesregierung den Bundeszuschuss zu den Pensionen. „Die Pensionen werden nicht gekürzt. Im Gegenteil, sie werden erhöht. 2027 steigen die Ausgaben für Pensionen um 2,4 Mrd. Euro“, so Marterbauer. „Die Pensionserhöhung beträgt 2027 im Durchschnitt 2,95 Prozent. Kleinere Pensionen steigen mehr, sehr hohe weniger“, so Marterbauer, der festhielt, dass die Pensionist*innen nicht benachteiligt werden: „Wir sichern ihren verdienten Lebensstandard. Aber sie tragen auch solidarisch zur Sanierung des Budgets und zur Finanzierbarkeit des Pensionssystems bei.“

Gleichzeitig sind Offensivmittel in Höhe von 100 Mio. Euro pro Jahr für Verbesserungen bei den Pflegediensten vorgesehen. Mit weiteren 20 Mio. Euro pro Jahr finanziert die Bundesregierung Angebote zur Beratung, Hilfestellung, Schulung und Unterstützung im digitalen Leben.

Stärkung der Finanzen in der Sozialversicherung

Von der Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage profitieren die Pensionsversicherung, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Die Höchstbeitragsgrundlage steigt 2027 um 150 Euro, 2028 noch einmal um 50 Euro. Das bringt Mehreinnahmen von 290 Mio. Euro 2028. „Dies ist der Finanzierungsbeitrag der 10 Prozent der Besserverdienenden“, so Marterbauer.

In der Arbeitslosenversicherung dient neben der Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage auch die Vereinheitlichung des Beitragssatzes auf 2,95 Prozent der finanziellen Absicherung. „Das bedeutet für Beschäftigte mit Gehältern unter 2.600 Euro höhere Beiträge und die Arbeitslosenversicherung nimmt zusätzlich 350 Mio. Euro ein“, so Marterbauer, der betonte, dass es immer noch besser ist, die Beiträge zu erhöhen, als das Arbeitslosengeld zu kürzen. Um die sozialen Folgen abzumildern, wird es für bestehende Arbeitsverhältnisse eine Übergangsfrist von bis zu sechs Jahren geben.

Mehr Mittel stellt die Regierung für den Arbeitsmarkt zur Verfügung: 100 Mio. Euro kommen innovativen Projekten zugute, u.a. um die Jugendarbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Wer mehr hat, trägt mehr bei

  • Während der Faktor Arbeit entlastet wird, wird eine progressive Körperschaftsteuer eingeführt, die für Gewinne von über 1 Mio. Euro pro Jahr 24 Prozent beträgt. Das bremst den Steuerwettbewerb und bringt mittelfristig 300 Mio. Euro pro Jahr.
  • Die Bankenabgabe wird neuerlich verlängert (+300 Mio. pro Jahr). „Das ist in den Rekordgewinnen der Banken gut begründet, die zuletzt bei 10,6 Mrd. Euro lagen“, so Marterbauer.
  • Der Gewinnfreibetrag wird eingeschränkt – er kann nicht mehr für den Ankauf von Wertpapieren verwendet werden – das bringt 200 Mio. Euro pro Jahr.
  • Die Reform der Ertragssteuer auf realisierte Wertsteigerungen von Immobilien bedeutet höhere Steuern für „Altfälle“ – das bringt 120 Mio. Euro pro Jahr.
  • In der Steuerbetrugsbekämpfung schnürt die Regierung ein drittes Maßnahmenpaket, das das Steueraufkommen nochmals um 70 Mio. Euro und ab 2029 um 100 Mio. Euro erhöht.
  • Homeoffice-Pauschale und Arbeitsplatzpauschale werden gestrichen (das bringt rund 100 Mio. Euro) und die Alkoholsteuer auf „harte“ alkoholische Getränke wird erhöht (das bringt 45 Mio. Euro pro Jahr).
  • Und E-Autos werden in den Sachbezug aufgenommen – das bringt 190 Mio. Euro ab 2028. E-Autos bleiben beim Sachbezug gegenüber Verbrennern weiterhin deutlich günstiger. Sie sind zudem von der Normverbrauchsabgabe befreit. Für Firmen bleibt der Ankauf von E-Autos stark begünstigt, etwa weil ein Vorsteuerabzug möglich ist.

„Die Steuern, die wir zusätzlich einnehmen, kommen vor allem von Unternehmen und Besserverdienenden. Sie sind in Hinblick auf die soziale Ausgewogenheit des Sanierungspakets und für die Verteilungsgerechtigkeit unverzichtbar.“
Finanzminister Markus Marterbauer

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